Donnerstag, 7. September 2017

Alpingeschichte und der Tod von Armando Aste

Eigentlich handelt es sich um einen doppelt traurigen Anlaß diesen Blog zu schreiben: Armando Aste, einer der ganz großen Kletterer aus der Zeit der "wilden 60 er Jahre" ist mit - immerhin - 92 Jahren gestorben. Und auf der anderen Seite hat heute kaum jemand eine Ahnung von alpinhistorischen Ereignissen und wichtigen Persönlichkeiten. So sehr der Klettersport boomt, so sehr vermisse ich auch eine intensive Beschäftigung vieler mit der Materie.
Armando Aste in Aktion

"Armando wer?" keinen Menschen ist der Name Aste heute ein Begriff! Weder ein Durchschnittskletterer und schon gar nicht ein Durchschnittsmensch auf der Straße kann mit dem Namen eines der besten Kletterer seiner Zeit etwas Anfangen. Und das finde ich traurig. Ich vertrete dabei eine heute als vielleicht sehr altmodische Meinung, aber immhin hat der Mann einige der berühmtesten Solos hingelegt (Franzosenführe an der Westl. Zinne Nordwand  um nur eine zu nennen), und mit der Via d l ideale an der Marmolada Südwand einen der ganz großen Dolomitenklassiker Erstbegangen. Nicht zu vergessen die Aste - Susatti Route in der Wand der Wände, der Civetta Nordwestwand. Die Route weist auch heute noch einen Schwierigkeitsgrad von VI + A 0 recht anhaltend und schwierig abzusichern auf.
International wurde Armando Aste durch zwei Abenteuer beaknnt. Er war mit seinen Freunden die erste italienische Seilschaft, der eine Besteigung der Eiger N- Wand glückte (1962) und er konnte mit seinem Team den südlichen Paine Turm in der Torres del Paine Gruppe im  chilenischen Teil Patagoniens Erstbesteigen. Dies war sicher einer der Meilensteine in dieser entlegenen Region.


Mein erster Kontakt mit dem Namen Aste war anläßlich einer unserer ersten Dolomitenfahrten. Es war irgendwann so Anfang der 80 er Jahre, stundenlang hatten wir im Kletterführer geschmökert und die Via del Ideale an der Marmolada zu unserem Ziel auserkoren. Unter Klettereren, vor allem den damals führenden Proponenten , galt diese Tour als Testpiece und perfekte Vorbereitung auf die damals modernen Extremtouren a la "Moderne Zeiten".

immerhin heute ca. 7

Als nicht so ideal fanden wir den bereits von weitem sichtbaren braunen Streifen, der direkt unter der Seilbahnstation vertikal genau in die ideale Kletterlinie unserer  geplanten Route verlief. Es wird doch nicht genau das WC der Seilbahn sein, das sich da am Beginn des besagten Streifens befindet....
So hatte eine "Errungenschaft der Technik", als das man eine Seilbahn ja auch sehen kann, eine Errungenschaft des Abenteuers - zumindest im oberen Teil entwertet. Mittlerweile hat sich eine Variante der Route durchgesetzt, bei der man neben dem unangenehmen braunen Streifen auch den unangenehmen Kamin der letzten Seillängen auf einem wunderbaren Pfeiler daneben umgeht.

Wir waren damals froh, dass wir lange in unseren Schlafsäcken auf der Plattform einer alten Stellung aus dem 1. Weltkrieg sitzen bleiben konnten, da es am nächsten Morgen in strömen Schüttete. Die Via del Ideale sind wir dann doch nicht geklettert, auch nicht mit der Umgehungsvariante im oberen Teil. Dafür gönnten wir uns einige Wochen später gleich die "Modernen Zeiten", aber das ist eine andere Geschichte.


Kommentare:

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